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Schnellübersicht

Goldfunde vor dem Regen

Für ein paar Tage war ich bei den Goldwäscherkollegen in der Schweiz. Dabei traf ich auch den Goldwäscher Reto Zwicky, der mir am Ufer der Kleinen Fontanne entgegenkam. Er hatte um die Mittagszeit seine Sachen gepackt und schlug vor einem drohenden Unwetter den Heimweg ein. Seit den Morgenstunden hatte er nach Gold geschürft. Seine Funde waren beachtlich: eine Unzahl großer Flitter hatte er aus den Sanden hinter einer Flußbiegung gewaschen. Den Rat, die Schlucht angesichts der angekündigten Regenfälle lieber bald zu verlassen, schlug ich in den Wind: Wenig später setzte starker Regen ein und ich hatte Mühe, angesichts des steigenden Wasserpegels wieder zurückzukehren.

 

Platinfund beim Goldsuchen

Mit einer Überraschung wartete die Goldsuche auf, die ich Ende Januar zusammen mit dem Geologen Guy Pflieger am Altrhein bei Istein durchführte. Guy unterzog das Konzentrat einer Überprüfung. Neben 105 teils bis 1 mm großen Goldflittern fanden sich auch 22 Rheinplatinflitter. Beimengungen haben dem Edelmetall eine stählerne Farbe verliehen.

 

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Obwohl ich es besser hätte wissen müssen, war ich nur mit Wanderschuhen in die Schlucht hinab gestiegen. Unter dem Dach einer Goldwäscherhütte konnte ich eine Pause einlegen und das Wasser aus den Schuhen gießen. Für den Rückweg mussten mehrere "Inseln", die ich aus einzelnen Steinen in den Fluss geworfen hatte, herhalten. Ihre Oberfläche war jedoch zu glitschig, dass selbst die rauhe Fläche meiner Sohlen keinen Halt fanden und ich mit den Füßen erneut ausrutschte. Kurz vor dem Ausstieg war der Fluss bis an beide Berghänge angeschwollen. So blieb mir nur die Möglichkeit, an einer Felswand das letzte Stück des Weges zu erklettern. Fahrlässigkeit hat eben seinen Preis.

 

Diese wunderschönen Goldflitter hat der elsässische Goldsucher Guy Pflieger im Sommer 2007 während weniger Goldwaschversuche aus dem Rheinsand bei Neuenburg am Rhein geholt.

Auf der Rückfahrt besuchte ich noch Toni Obertüfer vom Goldwasch-Shop in Willisau, um tags drauf auf der französischen Rheinseite neue Goldwaschstellen auszumachen. Auf der Geröllbank unmittelbar an der neuen Rheinbrücke bei Hartheim (A5, eigene Autobahnausfahrt) fanden sich bereits erste Spuren von Goldwäschern. Ein weiterer vielversprechender Waschplatz lag bei bei Steinenstadt (Panzerplatte). Demnächst werde ich hier Probewaschungen vornehmen.

Glück auf!
Franz-Josef H. Andorf

 

Goldlagerstätten

Sicherlich haben Sie sich schon ein wenig mit den Goldlagerstätten beschäftigt. Sie haben erfahren, wo sich das gelbe Metall in den Flüssen am ehesten konzentriert, wie es untertage abgebaut wird und welche Eigenschaften es besitzt. Doch all die Informationen waren nur flüchtig; viel ist da nicht hängengeblieben. Sie werden noch lernen, Gold von ähnlich aussehenden Mineralien zu unterscheiden. Doch um die Lagerstätten besser verstehen zu können, müssen wir ihre Entstehung kennen. Unter- nehmen wir also gemeinsam eine Reise in die Zeit der Geburt unseres Mutterplaneten.

 

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Glutball

Der Glutball, den man später einmal Erde nennen wird, erkaltet nur langsam. Mit unaufhörlicher Geschwindigkeit rast er durch das Universum. Schon bildet sich nach langwierigem Brodeln und Kochen und Regnen glühender Elemente die erst Kruste dieses neuen Kindes des Weltalls. Doch das Kind ist ein wildes Laboratorium mit gigantischen Ausmaßen, sich in dem die Elemente mit anderen vereinigen und mit neuen ganze Umwandlungen erfahren.

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Gesteinsschichten

Urgebirge tauchen auf. Noch brodelt es unter ihnen und zwischen Spalten und Klüften. Verschiebungen treten auf, reißen ganze Teile in Fetzen auseinander, weitere Risse entstehen, lassen erzreiches Magma einfließen. Ein eigenartiges Metall beginnt seine Geschichte zu zeichnen. Grünlich schimmert es im geschmolzenen Magma. Gold! Es läßt sich in Quarzadern und als Imprägnation in Gesteinsschichten einschließen. Das Muttergestein wird von Winden und Strömen gespalten und fortgeschwemmt, und das Gold verliert sich auf dem Grund der Flüsse. Und manchmal trocknet ein Strom aus, in dem es sich angereichert hat, sucht ein neues Bett. Aber das Gold wird erneut von Gesteinsmassen überzogen, unter hohem Druck sammengepreßt. Nun ruht es in sogenannte Konglomerate.

 

Geologie

Die geologische Urzeit der Erde, das Achaikum, ist die Zeit der Entstehung primärer Goldlagerstätten (Berggold). Es kann als Blättchen, in Astform oder Staub auftreten, selten auch als Kristalle. Gediegenes, reines Gold besitzt die sattgelbe Farbe, die ihm seine Würde verleiht, doch als Staub ist es braun. Das Präkambrium ist die geologische Zeit der fossilen Konglomerate, in der Gebirge abgetragen werden und sich das Metall in Flüssen und an Meeresküsten konzentriert. Weitere Flüsse münden ein; infolge hohen Drucks und weiterer Ablagerungen verfestigt sich der Grund immerzu. Der geologischen Neuzeit gehört das Gold aus losen Sanden ("placer deposits") an.

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